Aufräumen für geschärften Fokus

Die eigenen 4 Wände sind mehr als ein Zuhause: ein Wohlfühl- und Rückzugsort. Naheliegend, dass die Äußerlichkeiten des eigenen Zuhauses das individuelle Wohlbefinden beeinflussen. Alte Lehren wie Feng Shui oder Vastu zeigen, dass Menschen die “richtige Gestaltung” der Wohnung schon immer mit dem persönlichen Wohlbefinden in Verbindung bringen.

Aussortieren wirkt befreiend

Wann eine Wohnung als ordentlich gilt, ist ganz individuell. Während einige sich durch ein kreatives Chaos inspiriert fühlen, erleben die anderen eher eine Wechselwirkung: Chaos in der Wohnung führt zu Chaos im Kopf und umgekehrt.

Das befreiende Gefühl, nachdem der Kleiderschrank oder eine Schublade aussortiert wurde, kennt fast jeder. Unter “Aussortieren” versteht man sich von Sachen zu trennen, die keinen Wert (mehr) haben oder sogar belasten. Während des Aussortierens besinnst du dich aufs Wesentliche. Es gibt jetzt weniger unwichtige Dinge, die ablenken können. Das kann dazu beitragen, dass dein Fokus geschärft wird und du dich klarer fühlst.

To attain knowledge,
add things every day.
To attain wisdom,
remove things every day.

– Lao Tzu

Aufräumen: Alles hat seinen Platz

Vor allem dann, wenn du mit anderen Menschen zusammenlebst, profitiert ihr davon, wenn alles einen festen Platz hat. Das heißt: Jeder Gegenstand hat eine klare Position, an die er gehört. Neben dem Aufräum-Effekt profitiert ihr davon, dass Dinge leichter wiedergefunden werden. Aber auch wenn du alleine lebst, brauchst du dir beim Aufräumen weniger Gedanken zu machen, wenn du für jede Sache einen festen Ort definiert hast.

Halte die Dinge einfach – 5 Ideen!

  1. Vermeide Impulskäufe. Schlaf’ erst mal drüber. Immer dann, wenn du etwas kaufen möchtest, das sich nicht verbraucht. Gemeint sind Dinge, die du deiner Wohnung hinzufügst, wie Küchenutensilien, Deko, Kleidung usw.
  2. Geschenke: Geburtstag, Weihnachten, Valentinstag oder einfach mal so … Eine Aufmerksamkeit ist immer eine Geste der Wertschätzung. Versuche darauf zu achten, etwas wirklich Sinnvolles zu verschenken: Ein lang ersehnter Wunsch, etwas was sich verbraucht, ein bereits gelesenes Buch oder einfach deine Zeit. So unterstützt du auch deine Lieben bei deren Ordnung.
  3. Jeden Tag 15 Minuten dem Aufräumen widmen. Stell dir einen Timer auf genau 15 Minuten. In dieser Zeit räumst du in deiner Wohnung auf. Jeden Tag. Egal was. Wenn du mit Partner, Familie oder Mitbewohnern zusammen lebst, könnt ihr dieses Ritual zusammen machen. Bis der Wecker klingelt. So hältst du eine Grundordnung in deiner Wohnung.
  4. Wirke dem Chaos im Kopf entgegen! Nimm dir vor allem dann die 15 Minuten Zeit, wenn in deinem Kopf viel los ist und du dich so gar nicht nach aufräumen fühlst. Nutze die Wechselwirkung eines aufgeräumten Außen und den positiven Einfluss auf dein Innen.
  5. Minimalismus! Gemeint ist nicht, dass du in einer spärlich eingerichteten Wohnung lebst, in der sich gerade mal ein Bett, Sofa und eine Kaffeemaschine befinden. Vielmehr ist damit gemeint “so viel wie nötig und so wenig wie möglich”. Heißt: Alle Dinge, die sich in deiner Wohnung befinden, erfüllen einen Zweck oder haben einen Wert für dich.

Woher kommt eigentlich die Idee des Minimalismus?

Die Idee des Minimalismus bzw. des einfachen Lebens kommt aus Amerika. Dabei geht es darum, aus dem Hamsterrad auszubrechen. Alle Besitztümer werden wertgeschätzt oder erfüllen eine Funktion. Im Gegensatz zum anhäufenden Lebensstil. Immer mehr Dinge werden gekauft, die man eigentlich nicht benötigt. Um dem Lebensstil gerecht zu werden, werden immer mehr monetäre Mittel gebraucht. Willkommen im Hamsterrad.

Schlusswort

Reich ist, wer wenig braucht.

Nicht umsonst gibt es im Internet diverse Challenges, wie die Besitztümer auf 100 Gegenstände zu reduzieren. Gemeinsam haben diese und ähnliche  Aktionen, dass ein geschärfter Fokus für das Wichtige im Leben im Mittelpunkt steht. Hab stets die Wechselwirkung aus äußerer und innerer Ordnung im Kopf und halte die Dinge einfach!

Quellen

Foto von Eileen Pan auf Unsplash

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